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ARA sagt JAA zur IAA in Frankfurt

Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) ist eine der größten Automobilfachmessen der Welt. Sie findet in ungeraden Jahren als Pkw-Messe in Frankfurt und in geraden Jahren als Nutzfahrzeugmesse in Hannover statt.
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) plant nun eine Neukonzeption der Ausstellung und erwägt, die IAA ab 2021 in einer anderen deutschen Stadt zu veranstalten.
Zum Start der Kampagne „Ich sage JAA zur IAA in Frankfurt“ setzt sich auch die Adam Ruppel Asbach GmbH für den Erhalt der IAA am Standort Frankfurt ein.

Hierzu das Statement von Nicole Ruppel:
„Die Adam Ruppel Asbach GmbH sagt JAA zur IAA in Frankfurt, denn als Hersteller von Mess- und Prüfwerkzeugen sowie Präzisionsteilen für den Maschinenbau und die Automobilindustrie sind bei dieser Gelegenheit viele unserer Kunden vertreten. Die Mobilitätswende ist ein wichtiges und zukunftsprägendes Thema. Besonders für uns als Hersteller u. a. von Komponenten für Elektroantriebe ist daher der Austausch mit der Automobilbranche von besonderem Interesse.

Unser Familienbetrieb ist seit der Gründung 1946 in Modautal-Asbach, im vorderen Odenwald, in der Rhein-Main-Region ortsansässig. Diese Treue zur Region wünschen wir uns daher auch für die IAA, die weiterhin in Frankfurt ihre Innovationen präsentieren und einen Raum zum Austausch bieten möge.“

Mehr Informationen zur Kampagne unter:
https://www.frankfurt-sagt-jaa.de/

Präzision aus Asbach sogar im Eiffelturm in Paris

Rund zwei Dutzend Vertreter des GewerbeNetzes Modautal haben am Freitag bei einer Betriebsbesichtigung der Firma Adam Ruppel Asbach teilgenommen. Bei herrlichem Spätsommerwetter begrüßte Betriebsleiter André Ruppel die Vorsitzende Gerlinde Schütz und die Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Unternehmen. In einer kurzen Präsentation machte der Maschinenbauingenieur deutlich, was die Firma Adam Ruppel Asbach seit ihrer Gründung 1946 ausmacht.

Familienunternehmen seit vier Generationen

ARA sei ein klassisches Familienunternehmen, so André Ruppel. „Wir denken in Generationen“. Ziel des Firmengründers Adam Ruppel sei es gewesen, „aus einem groben Stück Metall hochwertiges Werkzeug zu schaffen.“ Diese Strategie sei aufgegangen, durch die Qualität der Produkte und die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei in mehr als sieben Jahrzehnten Adam Ruppel Asbach kontinuierlich gewachsen. Bei einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von  achtzehn Jahren sei es nicht selten, „dass aus einer Familie der Opa bei uns in Rente gegangen ist, der Vater aktiv arbeitet und der Sohn gerade eine Ausbildung beginnt.“ Rund 100 Mitarbeiter seien derzeit im Zwei-Schicht-Betrieb in Asbach beschäftigt, davon rund 80 in der  Produktion, fünf in der Qualitätssicherung und fünfzehn in Vertrieb und Verwaltung. Bei einem Jahresumsatz von rund zehn Millionen Euro gebe es in Deutschland und Europa etwa 5.000 aktive Kunden. Circa die Hälfte des Umsatzes werde dabei mit dem Verkauf von hochwertigen Lehren und Messwerkzeugen erzielt, die andere Hälfte mit der Präzisionsteilefertigung von Einzelstücken, Prototypen und Kleinserien.

ARA im Eifelturm

ARA-Produkte seien durchaus weltweit zu finden, so der 40jährige André Ruppel. In der Theaterbühne des weltberühmten Bolschoi-Theaters in Moskau seien Asbacher Metallprodukte ebenso verarbeitet wie in der Aufzuganlage des Eiffelturms in Paris oder in Flugzeugen der Airbus-Gruppe. Präzision sei dabei alles, so Ruppel. Genauigkeit im Mμ-Bereich sei Voraussetzung für die erfolgreiche Arbeit in Asbach. Ein Mμ entspricht 0,001 Millimetern – ARA fertige bis in den Bereich eines Viertel-Mμ, „das ist dann zweihundert Mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares“, verdeutlicht der Techniker die Größenverhältnisse.

Investitionen in den Standort

Seit Firmengründer Adam Ruppel im Keller seines Elternhauses 1946 die Arbeit aufnahm, hat sich am Standort in Asbach viel getan. Insgesamt vier Produktionshallen entstanden über die Zeit, „im Durchschnitt alle zwanzig Jahre eine Halle“, erläutert der Enkel des Firmengründers. Dennoch seien Probleme am Standort nicht zu leugnen. „Wenn moderne Maschinen mit fünfzehn Tonnen Gewicht auf Panzerrollen in die engen Produktionshallen manövriert werden müssen, wünscht man sich manchmal schon einen gut zugänglichen Standort auf der grünen Wiese“, bekennt Ruppel. Dennoch sei man in Asbach im Großen und Ganzen zufrieden. Über 250 Auszubildende in unterschiedlichen Berufen hätten seit Kriegsende bei ARA bereits ihren Weg ins Berufsleben gefunden. „Da empfinden wir eine regionale Verantwortung und sind auch dankbar für viele motivierte, engagierte und gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Im Bereich der Produktion habe es in den vergangenen zehn Jahren deutliche Verbesserungen gegeben. So sei die zentrale Werkzeugausgabe für eine effektive Rüstzeitoptimierung die Grundlage gewesen und auch die frühzeitige Materialzuordnung zu Produktionsgängen habe eine signifikante Fertigungsoptimierung zur Folge gehabt.

Erfolgreiche Veranstaltung

Nach rund zweieinhalb Stunden Führung und Präsentation gab es im Empfangsbereich des Kundencenters noch Gelegenheit für die GewerbeNetz-Vertreter Fragen zu stellen. Bei Sekt, Saft und Wasser wurden Häppchen gereicht und noch bis in den späten Nachmittag weiter diskutiert. Gerlinde Schütz dankte im Namen des GewerbeNetzes und aller Teilnehmer für die informative Veranstaltung und die Gastfreundschaft. Die Betriebsbesichtigung hat einmal mehr deutlich gemacht: Die Firma ARA gehört in allen Bereichen zu den Vorzeigeunternehmen in der Gemeinde Modautal.

Spaß am Job - mit 70

Aufhören? Das kommt für Harald Winkel nicht infrage. „Meine Arbeit macht mir noch unglaublich viel Spaß“, sagt er. Bei Adam Ruppel Asbach gibt er sein Expertenwissen an die jüngeren Kollegen weiter.

Eingespieltes Team bei Adam Ruppel Asbach: Thomas Speckhardt (links) sucht bei der Prüfung komplexer Bauteile gerne den Rat von Senior-Experte Harald Winkel.

Mit 70 noch im Job

Die Zahl der Erwerbstätigen im Rentenalter steigt.
Das Modell hat Vorteile für Mitarbeiter und Arbeitgeber, wie das Beispiel von Harald Winkel aus Modautal zeigt.

ARA-Firmenjubiläum

Zu Besuch bei...

Alles begann 1946 mit einer Pioniertat. Da der Rohstoff Metall kurz nach dem Krieg knapp war, baute Adam Ruppel seine erste Apparatur zur Holzverarbeitung aus Überresten zerstörter Waschmaschinen selbst. An der zentnerschweren Drehbank drechselte der gelernte Werkzeugmacher zunächst Lampenständer, Teller und Kugelschreiberhüllen. Bald darauf fertigte er mit der Anlage die ersten Messwerkzeuge in Modautal-Asbach, einem kleinen Örtchen im vorderen Odenwald südöstlich von Darmstadt.

In der Firma verwurzelt

Seit der Gründung der Adam Ruppel Asbach GmbH (ARA) ist der Heimatort der Ruppels Unternehmenssitz geblieben. „Der Erfindergeist meines Großvaters hat die Firma groß gemacht. Sein Enthusiasmus war ansteckend. Damit hat er in den schwierigen Anfangsjahren dafür gesorgt, dass die ganze Familie im Betrieb mit angepackt hat“, sagt Geschäftsführerin Nicole Ruppel, Enkelin des Gründers. „Und der´familiäre Gemeinschaftsgeist trägt die Firma bis heute“, ergänzt die Industriemechanikerin und Betriebswirtin, die zusammen mit ihrer Mutter Adelheid Ruppel-Riedel, ihren Geschwistern André und Caroline sowie Schwägerin Manuela die Unternehmensfäden in der Hand hält. Als habe er die Worte seiner Tante gehört, saust ihr vierjähriger Neffe Aaron auf dem Bobbycar den Gang zur Werkshalle entlang an ihr vorbei. „Auch ich war als kleines Mädchen mit dem Roller in den Hallen unterwegs und habe aus Spaß sogar mit der Stechkarte eingestempelt.
Mein Bruder André hat das Autofahren im Mercedes-Benz Sprinter auf dem Betriebsgelände gelernt. Nun wächst die vierte Generation wieder von Kindesbeinen an mit der Firma auf“, sagt Nicole Ruppel. Sie ist stolz darauf, dass alle wichtigen Entscheidungen im Familienkreis getroffen werden. In dieser Tradition wurzelt auch die Kraft für weltweit gefragte Produktinnovationen des Unternehmens, die auf der jährlichen Leitmesse „Control“ in Stuttgart vorgestellt werden.

Dem 2014 verstorbenen Firmenpatriarchen, der bis ins hohe Alter in die Unternehmensführung eingebunden war, lagen die Messeauftritte von ARA besonders am Herzen. „Allerdings war ihm zuerst die Idee seiner Enkel nicht ganz geheuer, die Kurzform des Firmennamens zu nutzen, um daraus den Ara zum Firmensymbol zu machen. Aber schließlich hat ihn die positive Resonanz von Geschäftspartnern davon überzeugt, dass der bunte Papagei unserem Marketing guttut“, erinnert sich Nicole Ruppel.


Große Loyalität

Persönliche Nähe prägt auch den Umgang der Chefs mit der Belegschaft. „Wir legen mehr Wert auf ein gutes Betriebsklima als auf starre Hierarchien. Dazu gehört etwa, dass meine Geschwister und ich mit Kollegen, die samstags arbeiten müssen, vorher gemeinsam frühstücken“, so André Ruppel. Die meisten Mitarbeiter zahlen die Gesten persönlicher Anerkennung mit langer Betriebszugehörigkeit zurück.
Durchschnittlich 20 Jahre bleibt ein Mitarbeiter der Firma treu. Fast alle Abteilungsleiter haben ihre Berufsausbildung im Betrieb absolviert. Auch Johann Andraschko, der bei Adam Ruppel 1977 als Mechaniker-Azubi begann und heute die Fräserei leitet. „Es zahlt sich langfristig aus, in die Entwicklung eigener Fachkräfte zu investieren und technische Schlüsselkompetenzen für das Unternehmen zu sichern“, sagt der 54-Jährige.


Mit Feinschliff

Die Adam Ruppel Asbach GmbH ARA gehört zu den wichtigsten deutschen Herstellern von Messwerkzeugen und Präzisionsteilen für feinmechanische Anforderungen. Bei Grenzlehrdornen, einem seiner Hauptprodukte (Bild links), ist das mittelständische Unternehmen führend auf dem Weltmarkt.
Die Prüfwerkzeuge, die in ihrer Form an Hanteln erinnern, sind in vielen Industrien unverzichtbar für das exakte Messen von Bohrungen. So auch im Automobilbau, wo Grenzlehrdorne eingesetzt werden, um passgenaue Bohrungen für den Einbau der Motorblöcke zu gewährleisten.
Die Prüfmethode per Lehrdorn ist aufgrund der präzisen Werte, die sie liefert, das Maß aller Dinge im Maschinenbau“, sagt André Ruppel. Die computergesteuerte Herstellung der Lehrdorne erfordert höchste Präzision bei der Programmierung und wird von ARA kontinuierlich verfeinert – ganz nach Adam Ruppels Firmenmotto: „Aus etwas Grobem etwas Filigranes machen.“

Nicole Ruppel mit den drei Abteilungsleitern Produktion Johann Andraschko, Rudolf Roßmann und Armin Bartonek (von links) und einem Gewindelehrring in der Hand.


Mittelstand mit Herz

Modautal. Aaron und Leandra haben sich chic gemacht und lachen mit ihrer Familie und Mitarbeitern begeistert in die Kamera. Ihr Urgroßvater Adam Ruppel (94) wollte ebenfalls nicht fehlen auf dem Foto für die Kampagne „Herz der Wirtschaft“. Schließlich hat er die Firma Adam Ruppel Asbach in Modautal gegründet – auch wenn er den Hersteller von Messwerkzeugen und Präzisionsteilen mit 140 Mitarbeitern längst an Schwiegertochter und Enkelkinder übergeben hat.

Nachwuchs und Vielfalt fördern die Betriebe

Und nicht nur er freut sich, dass man sich um die langfristige Firmennachfolge keine Sorgen machen muss. Geschäftsführerin Nicole Ruppel: „Bei uns wird nun mal nicht in Quartalsabschlüssen gedacht, sondern in Generationen.“ Gut gelungen ist die Nachfolge auch beim Sensorspezialisten IBA Sensorik in Seligenstadt. Marc Ammon ist vor rund zehn Jahren in die vom Vater gegründete Firma eingestiegen und inzwischen Geschäftsführer.

Gerade läuft der Umzug in ein größeres Werk, weil die alten Räume für die knapp 30 Mitarbeiter zu klein wurden. Seniorchef Karl-Heinz Ammon ist nur noch beratend tätig und genießt es, Zeit für die Enkelkinder und Hund Balou zu haben: „Wenn ich sehe, wie gut die Firma läuft, weiß ich, warum ich mich so reingekniet habe.“
Um Nachwuchsregelungen ganz anderer Art kümmert sich der Schweißtechnikspezialist Carl Cloos in Haiger (500 Mitarbeiter in Haiger, davon 39 Azubis plus Studenten). Neben der Ausbildung kann man Abitur machen und berufsbegleitend studieren.

Miriam Manderbach ist diesen Weg gegangen und heute Assistentin des Entwicklungschefs. Sie sagt: „Cloos hat ein großes Herz für den Nachwuchs.“ Zumal es auch viel Unterstützung gibt, um die Ausbildungsziele zu erreichen.

Ähnliche Chancen eröffnet Norma Group in Maintal. Der Hersteller von Verbindungstechnik punktet zudem mit enormer Vielfalt. Die knapp 700 Beschäftigten am Standort vertreten 28 verschiedene Nationen. Integration wird auch bei der Beschäftigung von Menschen mit Handicap gelebt.
Und das sind nur vier von vielen weiteren guten Beispielen aus Unternehmen, die zeigen: Das Herz der Wirtschaft schlägt in der hessischen Metall- und Elektro-Industrie.

Maja Becker-Mohr | Quelle: Wirtschaftszeitung AKTIV, Ausgabe Hessenmetall Nr. 24 vom 20.12.2014, Seite 8.

Messe "Control"

Sehr geehrter Kunden, Lieferanten und Interessenten,   

gerne laden wir Sie auf unseren Stuttgarter Messestand während der diesjährigen Control ein.
Diese findet jedes Jahr im Mai statt.

Sie finden uns in Halle 3 / Stand 3620.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Vier Generationen Adam Ruppel Asbach GmbH auf der Control

Am dritten Messetag der Control 2013 gab es auf dem Messestand der Adam Ruppel Asbach GmbH Messwerkzeuge und Präzisionsteilefertigung ein bemerkenswertes Zusammentreffen von vier „Ruppel-Generationen“.

Das mittelständische Unternehmen (140 Mitarbeiter) aus dem hessischen Modautal-Asbach stellt auf der Control seit mehr als 20 Jahren aus und so ließ es sich Firmengründer und Seniorchef Adam Ruppel (Jahrgang 1920) auch in diesem Jahr nicht nehmen, persönlich am Messestand seines 1946 gegründeten Unternehmens anwesend zu sein. Um eine langfristige Sicherung der Nachfolge braucht man sich beim Familienunternehmen Ruppel keine Sorgen zu machen, denn Adam Ruppel wurde bei seinem Messebesuch von den Urenkeln Aaron Ruppel (1 Jahr) und Leandra Ruppel (3 Jahre) begleitet. Damit dürfte sich am Stand der Firma Ruppel auch gleichzeitig der älteste wie auch der jüngste Messeteilnehmer der Control 2013 aufgehalten haben.

Das Foto zeigt im Vordergrund Firmengründer Adam Ruppel mit den Urenkeln Aaron (1 Jahr) und Leandra (3 Jahre).
Hinten von links:
Caroline Ruppel (3. Generation), Nicole Ruppel (3. Generation), André Ruppel (3. Generation), Manuela Ruppel (3. Generation), Adelheid Ruppel (2. Generation) 

Vereint in Liebe und Geschäft

Eiserne Hochzeit –
Katharina und Adam Ruppel aus Asbach feiern heute

Katharina und Adam Ruppel
Foto: Karl-Heinz Bärtl

Sie sitzt am Esstisch, er auf dem Sessel daneben: Wenige Schritte trennen Katharina und Adam Ruppel im trauten Wohnzimmer. Sinnbildlich gilt dies für ihr Leben. „Einer ohne den Anderen – das ist undenkbar. Ich wünsche mir, dass wir 100 Jahre werden. Aber nur gemeinsam“, sagt Adam Ruppel.
Seine Frau lächelt. Ob in Gedanken versunken oder zuhörend, ist ohne Belang: Das Paar steht seit 65 Jahren treu zusammen – er ist 91, sie 89 Jahre. Heute feiern sie eiserne Hochzeit. Untrennbar verknüpft mit ihrer Ehe sind Gründung und Entwicklung der „ARA GmbH“, die Abkürzung steht für Adam Ruppel Asbach.

Weltweiter Handel und 140 Mitarbeiter vor Ort sprechen heute für die Kompetenz des Unternehmens. Im Lauf der Jahre hat Schwiegertochter Adelheid Ruppel Mitverantwortung übernommen. Heute führt sein Enkel, Maschinenbauingenieur Andre Ruppel, assistiert von den Enkelinnen Nicole und Caroline, das Familienunternehmen. Wiewohl Adam Ruppel 2002 die Geschäfte abgab, ist er respektierter Seniorchef. In Jackett und Krawatte macht er Rundgänge im Werk.

Die Buchhaltung der Firma oblag bis 1980 seiner Frau, erzählt Adam Ruppel. „Käthchen war der ruhende Pol, stand mir mit Rat zur Seite und hat die Finanzen perfekt geführt hat“, sagt er. Katharina Ruppel, zärtlich „Käthchen“ genannt, hat ihm 1947 das Ja-Wort gegeben.

Das Mädchen aus dem Fischbachtal eroberte vorher den Soldaten auf Heimaturlaub im Flug. „Sie oder keine“, so Adam Ruppel. Der Antrittsbesuch beim Schwiegervater in spe mündete in die Worte: „Wenn du ihre Hand willst, musst du das ganze Mädchen nehmen.“ Das tat Adam Ruppel liebend gern. „So schön wie mein Käthchen, gibt es kein anderes Mädchen“, rezitiert er ein Ständchen von früher.

Zwei Söhne hatte das Paar. 1947 kam Volker zur Welt, dessen Tod 1992 Adam und Katharina Ruppel tief erschütterte. Sohn Arnim, 1951 geboren, arbeitet nicht in der väterlichen Firma, ist aber jederzeit für die Eltern da. Zudem steht dem Paar eine „Perle“ zur Seite, wie Adam Ruppel betont. „Haushälterin Ulla ist die gute Fee.“ Seit 2011 steht es um Adam Ruppels Gesundheit nicht zum Besten, auch seine Frau braucht Beistand. „Wir sind trotz allem dankbar, beieinander zu sein. Wir haben nie einen Streit mit ins Bett genommen“, sagt Adam Ruppel.

Beim festlichen Empfang zur eisernen Hochzeit gratulieren am heutigen Donnerstag neben Vereinsvertretern auch die evangelische Pfarrerin Gabriele Heckmann-Fuchs und der Bürgermeister Jörg Lautenschläger.

Zeitungsartikel als PDF

Adam Ruppel

05. August 2010
Chef mit Erfindergeist

Adam Ruppel feiert heute 90. Geburtstag.

,,Als Großvater aus dem Krieg kam, ist er zu seinem Meister Peter Müller in Ober-Ramstadt gegangen und hat gesagt: Meister, ich möchte einen eigenen Betrieb aufbauen", beschreibt der Enkel von Adam Ruppel die Gründung des Unternehmens in Modautal. Gründervater Adam Ruppel wird am heutigen Donnerstag (5.) 90 Jahre alt.

Der gelernte Werkzeugmacher und Seniorchef der Firma Ruppel in Asbach, die Messwerkzeuge und Präzisionsteile herstellt, macht noch heute täglich seine Runde durch Maschinenhalle und Betriebsbüro. Enkelsohn André leitet als Maschinenbauingenieur das Familienunternehmen in enger Absprache mit dem Großvater. ,,Mein Opa ist ein Mensch, der zeitlebens für Familie und Belegschaft da ist. Er genießt als Seniorchef hohen Respekt. 1946 hat er die Firma aus dem Nichts aufgebaut, wobei sein einstiger Lehrherr mit Rat und Tat zur Seite stand. Noch heute arbeiten wir in gutem Kontakt zum Ober-Ramstädter Unternehmen", sagt André Ruppel. Adam Ruppels Sohn Volker war maßgeblich an der Weiterentwicklung der Präzisionstechnik beteiligt, bevor er 1992 früh verstarb. In Folge trugen die Witwe, Adam Ruppels Schwiegertochter Adelheid, sowie die drei Enkel zunehmend Mitverantwortung. ,,Das ist nicht immer Honigschlecken, aber wir sind mit der Firma verwurzelt. Schon als Kinder rannten wir hier herum", erzählen André, Caroline und Nicole.

Großpapas Liebling sei das neunmonatige Urenkelchen Leandra, das bald an seiner Hand erste Schritte durchs Reich der Maschinen unternehmen kann. ,,Eine Weile dachte unser Großvater an den Altersruhestand im Allgäu. Doch tatsächlich ist es so, dass Opa ohne seine Firma nicht glücklich wäre", erzählt André Ruppel. Gemeinsam mit Ehefrau Katharina wohnt Adam Ruppel im schönen Asbacher Haus, von dem man mit wenigen Schritten in die Firma gelangt. ,,Oma Katharina nennt ihn immer Chef. Wo ist der Chef? lautet die Frage, wenn wichtige Entscheidungen anstehen", sagt Enkel André lächelnd. Oma sei stets die ,,Familienmanagerin" gewesen und habe bis 1980 ihrem Mann in der Lohnbuchhaltung zur Seite gestanden. Bis 2002 hat Adam Ruppel die Firma in vollem Umfang selbst geleitet, erst in den letzten Jahren tritt der rüstige Senior kürzer.

Weltweite Geschäftsbeziehungen und ein Team von 110 Mitarbeitern wurzeln in der Kompetenz des Geburtstagskindes. ,,Sein Erfindergeist hat die Firma groß gemacht", bewundern die Enkel seine Leistung. Gefragt nach einem markanten Satz, der für den Großvater charakteristisch wäre, schmunzelt Enkelin Caroline: ,,Großvaters Devise lautet: Der eine wartet bis die Zeit sich wandelt, der andere packt kräftig zu und handelt." Zum 90. Geburtstag haben sich bei Adam Ruppel viele Gratulanten angesagt. ,,Mein Großvater hat neben dem Beruf immer Zeit für Engagement in Ortsvereinen gefunden. Er ist nicht nur Mitglied sondern auch Förderer der Vereine, zudem ist er Ehrenmitglied des evangelischen Kirchenvorstands", sagt André Ruppel.

Foto: Karl-Heinz Bärtl

Messwerkzeugfabrik und Präzisionsteilefertigung
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64397 Modautal - Asbach

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Telefax: 061 67 / 931 222


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